(er)LEBEN

…ein Ort der Begegnung, eine Bühne für Kunst und Kultur, ein Hort der Inspiration.

Die Geschichte des QUERORT beginnt bereits im Jahr 2009. Damals entstand zunächst der Name QUERORT. Er setzte sich bewusst aus zwei Begriffen zusammen: QUER steht für das Querdenken, für den Mut, Gewohntes zu hinterfragen, neue Blickwinkel einzunehmen und Dinge bewusst anders zu machen. ORT steht für das Schaffen von Räumen für Menschen. Denn Architektur bedeutet weit mehr, als Gebäude zu errichten. Sie schafft Räume für Menschen – Lebensräume, Begegnungsräume und Orte, an denen Gemeinschaft entstehen kann. Genau dieser Gedanke bildete von Anfang an die Grundlage des QUERORT.

Mit dem Erwerb der Räumlichkeiten in der Quergasse 3 im Jahr 2014 erhielt diese Idee erstmals ein Zuhause. Die Räume wurden zunächst als Architekturbüro genutzt. Gleichzeitig entstand – inspiriert durch seinen Vater Eike Böhme und dessen langjähriges Engagement für die bildende Kunst – in Kooperation mit dem E.I.K.E.-Forum Bad Mitterndorf eine Dependance in Graz. In dieser Zeit entwickelte sich der QUERORT Schritt für Schritt zu einer Plattform, auf der Architektur und Kunst miteinander in Dialog traten. Ausstellungen und kulturelle Projekte fanden ihren Platz, während die Architektur weiterhin den beruflichen Mittelpunkt bildete.

Im Herbst 2018 begann schließlich ein neuer Lebensabschnitt. Jakob Böhme entschloss sich, seinem bisherigen Architekten-Dasein den Rücken zu kehren und die Räumlichkeiten vollständig der Kunst und Kultur zu widmen. Aus einem Architekturbüro wurde der QUERORT-(er)LEBEN. Aus einem Ort des Planens wurde ein Ort des Erlebens – ein unabhängiger Kulturraum, der Menschen zusammenführt, kreative Prozesse fördert und unterschiedlichsten Ausdrucksformen eine Bühne bietet.

Der QUERORT versteht sich bis heute nicht als klassische Galerie und auch nicht als Museum. Er ist ein lebendiger Ort, der genutzt, belebt und bespielt werden möchte. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Filmpräsentationen, Workshops, Performances und viele weitere Veranstaltungsformate prägen das kulturelle Leben des Hauses. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Kunstwerke, sondern vor allem die Begegnung zwischen Menschen, der Austausch von Gedanken und das gemeinsame Erleben. Der QUERORT versteht sich als Ort, der inspiriert, zum Nachdenken anregt und Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie Besucherinnen und Besuchern Raum für neue Perspektiven gibt. Gleichzeitig versteht er sich als Plattform und Sprungbrett für Kunstschaffende – unabhängig davon, ob sie ihre ersten Schritte in der Öffentlichkeit wagen oder bereits auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken.

Der QUERORT ist nicht nur Veranstalter eigener Kulturprogramme, sondern kann auch als Kulturraum gemietet werden. Die Räumlichkeiten stehen für Ausstellungen, Workshops, Seminare, Vorträge, Lesungen, Konzerte sowie andere kulturelle und kreative Veranstaltungsformate zur Verfügung.

Und ja – der QUERORT finanziert sich weder durch öffentliche Förderungen noch durch große Sponsoren. Er lebt von den Menschen, die ihn nutzen, mitgestalten und unterstützen. Mit jeder Anmietung entscheiden Sie sich daher nicht nur für einen außergewöhnlichen Veranstaltungsort, sondern leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses unabhängigen Kulturortes und damit auch zur Weiterentwicklung des steirischen Kulturlandes.

Mit dem Umzug im Juni 2026 begann ein weiteres bedeutendes Kapitel in der Geschichte des QUERORT-(er)LEBEN. Nach vielen prägenden Jahren in der Quergasse 3 übersiedelte der Kulturraum in seine neuen Räumlichkeiten in der Maria-Stromberger-Gasse 20. Der Standortwechsel war weit mehr als ein bloßer Umzug. Er schuf neue Möglichkeiten, das kulturelle Angebot zu erweitern und den ursprünglichen Gedanken des QUERORT weiterzuführen.

Mehr Raum bedeutet heute mehr Platz für Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Vorträge, Begegnungen und neue Ideen. Die neuen Räumlichkeiten schaffen zugleich zusätzliche Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen und Vermietungen und bieten Raum für zukünftige Entwicklungen.

Die Geschichte des QUERORT ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Sie entwickelt sich mit jedem Menschen weiter, der diesen Ort besucht, mitgestaltet oder für seine eigenen Ideen nutzt. Denn ein Ort lebt nicht von seinen Mauern, sondern von den Menschen, die ihn mit Leben erfüllen.

Erst im Laufe der Zeit zeigte sich, dass der Name QUERORT auch im historischen Bergbau eine besondere Bedeutung besitzt. Dort bezeichnet ein Querort einen Stollen, der verschiedene Gänge miteinander verbindet und neue Wege erschließt – ein Gedanke, der die Philosophie des QUERORT bis heute auf bemerkenswerte Weise widerspiegelt.

„QUERORT IST IM BERGBAUE EIN SOLCHER ORT, DER QUER VON EINEM ANDEREN ORTE IN EINER GERADEN ODER <120,6°> SCHIEFEN RICHTUNG GETRIEBEN WIRD, UM DAMIT ENTWEDER IRGEND EIN EINFALLENDES ERZTRUMM ODER DIE ZERGABELUNG DES GANGES ZU VERFOLGEN ODER AUCH UM DAMIT EINEN KOMMUNIKATIONSORT ANZUFANGEN.“

– C. F. Richter

So ist der QUERORT bis heute das geblieben, was er von Anfang an sein wollte: ein Ort, der Menschen verbindet.